Notstand in Indien

Gesundheitsstationen

400.000 neue dokumentierte Infektionsfälle entsprechen 8 bis 10 Millionen tatsächlichen neuen Infektionen im Land jeden Tag. Nachgewiesen sind aktuell 3.000 Todesfälle mit Corona täglich. Es ist davon auszugehen, dass dies nur 10% der tatsächlichen Fälle sind. Eine hohe Dunkelziffer verbirgt vermutlich die wahren Ausmaße des Infektionsgeschehens. Das Gesundheitssystem Indiens ist zusammengebrochen, die Impfzentren aufgrund mangelnden Impfstoffes vorübergehend geschlossen. Auch die Nachbarländer verzeichnen explodierende Infektionszahlen, darunter Nepal. Südostasien – Kambodscha und Vietnam – sind erstmals ernsthaft betroffen, das zeigt, die Grundimmunität greift nicht mehr.   

Infektionssituation in Indien außer Kontrolle

Nachdem Indien relativ glimpflich durch die erste Welle im Frühjahr 2020 gekommen war, trifft diese zweite Welle das Land nun mit voller Wucht. Die Impfkampagne steht noch am Anfang, eine Immunisierung der 1,4 Milliarden Menschen im Land ist weit entfernt. Als größter Impfstoffproduzent der Welt war man Anfang des Jahres noch zuversichtlich. Doch selbst 3.000 Impfzentren mit 150.000 Mitarbeitern konnten den Wettlauf gegen das Virus nicht gewinnen.

„Täglich werden hier mehrere Millionen Menschen geimpft, aber wir sind gerade mal bei zehn Prozent der Bevölkerung. Wenn das Impftempo nicht schneller wird, läuft Indien wirklich die Zeit davon.“

Jonas Pfäffinger

Berater Ausbau lokaler Kapazitäten, Jorhat (Indien)

Auswirkungen auf die Ärmsten

Die harten Lockdowns im Frühjahr 2020 trafen vor allem die Ärmsten besonders hart. Millionen Wanderarbeiter verloren ihre Jobs und konnten ihre Familien nicht mehr ernähren. Mit einem Nothilfeprogramm brachte Childaid Network damals dingend benötigte Hilfsgüter zu über 40.000 Menschen. Die Katastrophe von 2020 wird sich nun wiederholen. Die Menschen sind dringend auf Hilfe angewiesen.

Vor allem die Kinder leiden

Schon jetzt ist klar, dass die Pandemie vielen Kindern und Jugendlichen in Indien ihre Chancen genommen hat. In armen Familien, in denen beide Eltern ihre Arbeit verloren haben, müssen die Kinder nun wieder zum Lebensunterhalt beitragen. Auf gesundheitliche Risiken können diese Menschen dabei keine Rücksicht nehmen, da sie das Überleben ihrer Familie sichern müssen.

„Leider müssen wir feststellen, dass Fälle von Kinderarbeit zugenommen haben, Es gibt auch eine erhöhte Zahl an Kinderhochzeiten und schlimme Fälle von Prostitution und häuslicher Gewalt.“

Jonas Pfäffinger

Berater Ausbau lokaler Kapazitäten, Jorhat (Indien)

Auswirkungen der Pandemie

168 Mio.
Kinder waren ein Jahr vom Schulbesuch ausgeschlossen.
150 Mio.
Kinder sind zusätzlich durch Armut bedroht.
24 Mio.
Kinder kehren nicht mehr zur Schule zurück.
888 Mio.
Kinder weltweit sind in ihrer Bildung beeinträchtigt.

* (Quelle: UNICEF 24.9.20 und 3.3.21)


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