Childaid Network

Corona-Nothilfe für Flüchtlingsfamilien (Amguri, Nordostindien)

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Jun 20

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An der Grenze zu Buthan leben zehntausende Flüchtlingsfamilien unter einfachsten Verhältnissen. Im Zuge der Corona Krise ist ihre Versorgungssituation prekär. In den Lagern gibt es kein Essen. Die Tagelöhnerjobs der Eltern entfallen.

Hilfe wird in Amguri organisiert, einer Modellschule für benachteiligte Minderheiten, die seit 2008 von Childaid Network gefördert wird. Zu normalen Zeiten besuchen die Kinder der Flüchtlingsfamilien die Schule. Der Schulleiter, Pater Ignatius, organisiert die Hilfe für die Familien persönlich.

Prekäre Versorgungssituation in den Flüchtlingscamps

Mit der landesweiten Ausgangssperre entfällt nicht nur der Unterricht, sondern auch die tägliche warme Mahlzeit und der Job der Eltern. Schnell war klar, dass die Familien der Schülerinnen und Schüler wegen der prekären Versorgungssituation hungern. Durch die Ausgangssperre können viele Menschen ihrer täglichen Arbeit nicht mehr nachgehen. Sie verdienen kein Geld mehr und können ihre Familien nicht mehr ernähren. Gleichzeitig sind die Lebensmittelpreise extrem gestiegen.

Schulleiter organsiert Nothilfe-Aktion

Zusammen mit einem Team an freiwilligen Helfern organisierte der Schulleiter Lebensmittel wie Reis, Soja und Öl. Die Rationen sollen für eine fünfköpfige Familie für etwa zwei Wochen reichen.

Die Familien konnten sich unter Wahrung der Abstandregeln ihr Versorgungspaket in der Schule abholen. Das Team rund um Pater Ignatius nutzte den Anlass auch gleich, um die Menschen über nötige Hygiene- und Verhaltensregeln aufzuklären.

Langfristige Folgen für die Ärmsten

Es ist davon auszugehen, dass die Ausgangssperren und ihre Folgen die wirtschaftliche Entwicklung in der ohnehin schon armen Region weit zurückwirft. Zwar gibt es in der Region aktuell kaum bestätigte Corona-Fälle, durch die Rückkehrer aus anderen Regionen verändert sich das aber im Moment. Die Auswirkungen der Krise werden für die Menschen noch lange zu spüren sein. Helfen Sie uns, die Menschen, und vor allem die Kinder, in dieser Notlage zu unterstützen!

In normalen Zeiten gehen in Amguri 730 Schülerinnen und Schüler in die Schule. Mit meist sehr guten Resultaten erwerben sie dort ihre Mittlere Reife und qualifizieren sich damit für die Oberstufe oder eine Berufsausbildung. Für viele Kinder ist dies ein erfolgreicher Weg aus der Armut in ein selbstbestimmtes Leben.

Erfahren Sie mehr über unser Schulprojekt in Amguri! Lesen Sie unseren Projektbericht!