Was passiert, wenn man ganz viel Engagement in einem Raum bündelt? Man erhält noch viel mehr positive Energie 💫. Mit diesem Gefühl haben wir „Purpose in Action“ erlebt. Sechs inspirierende Beispiele haben gezeigt, wie Soziales Engagement in Unternehmen initiiert und umgesetzt werden kann. Und zwar oftmals, ohne viele Ressourcen zu binden.
In der eindrucksvollen Kulisse des historischen Marmorsaals von Henkell Freixenet in Wiesbaden kamen am Abend der Veranstaltung „Purpose in Action“ Unternehmer:innen, Wissenschaftler:innen und Engagierte zusammen, um eine zentrale Frage zu diskutieren: Was macht soziales Engagement in Unternehmen erfolgreich – und wie entstehen starke, nachhaltige Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft?
Mitri Sirin, Moderator des Abends, der es trotz vereister Landebahnen in Berlin und ausgefallener Zugverbindungen geschafft hatte, den Abend pünktlich zu eröffnen, begrüßte als erstes die Marketing-Chefin des Hauses Henkell Freixenet, Maren Lahm. Gesellschaftliches Engagement hat bei Henkell Freixenet einen festen Platz in der Unternehmenskultur, davon zeugt auch das Unternehmensmotto „Celebrate Life“. Es verbindet den Gedanken, Menschen zusammenzubringen, eine gute Zeit zu verbringen und sich dabei auch für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen.

Als gebürtige Wiesbadenerin freute sich Childaid Network-Vorstandsmitglied Sandra Hörbelt besonders über den Veranstaltungsort und dankte den Unterstützern des Abends, insbesondere den Sponsoren, GQS und Source For Alpha, die das Event durch Ihre Förderung möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank galt auch dem ehrenamtlich arbeitenden Team, das mit Tatkraft an der Umsetzung des Events und an vielen weiteren Aufgaben der Stiftung wesentlich beteiligt ist.

Forschung trifft Praxis: Warum sich Engagement lohnt
Mit Prof. Dr. Karin Kreutzer (Lehrstuhl für Social Business) und Prof. Dr. Sven Henkel (Lehrstuhl für Käuferverhalten und Markenführung) von der EBS Universität begann der inhaltliche Teil des Abends. In ihrem Fachdialog beleuchteten sie, wie Corporate Social Responsibility zunehmend zum Bestandteil erfolgreicher Markenführung wird und warum gerade langfristige Partnerschaften – statt einmaliger Spenden – echten Mehrwert für beide Seiten schaffen. Neben Geld spielen dabei auch Sachspenden, Know-how, Kommunikationskanäle oder Mitarbeiterfreistellungen eine zentrale Rolle.

Unternehmenspraxis: Sechs starke Beispiele
Wie vielfältig und wirkungsvoll soziales Engagement in der Praxis aussehen kann, zeigten anschließend sechs Unternehmensbeispiele:
BRAX (Leineweber GmbH & Co. KG) engagiert sich seit 2018 mit Warenspenden für den Charity Sale von Childaid Network. Laut Tanja Kliewe-Meyer, Head of Corporate Responsibility, stärkt das Engagement den Stolz der Mitarbeitenden, macht Unternehmenswerte erlebbar und verbindet soziale Wirkung mit Ressourcenschonung.

tecis Finanzdienstleistungen AG unterstützt seit 2020 über Mitarbeiterspenden eine Schule im Nordosten Indiens. Jan-Philipp Kienast berichtete, wie das automatisierte Abrunden von Provisionen und die persönliche Einbindung von Projektpaten das Engagement fest in der Unternehmenskultur verankert haben.

Das Familienunternehmen J.T. Ronnefeldt KG verbindet Teekultur mit Bildungsqualität in den Anbauregionen. Inhaber Jan-Berendt Holzapfel machte deutlich: Gute Bildung ist eine Voraussetzung für nachhaltigen Teeanbau – und das Engagement ist heute selbstverständlicher Teil von Einarbeitung, Kommunikation und Markenidentität.

Die Merck Family Foundation, vertreten durch Geschäftsführer Dr. Walter Huber, fördert mehrere Bildungsprojekte von Childaid Network. Zentrale Erfolgsfaktoren aus Stiftungssicht: Vertrauen, Professionalität, klare Zielsetzungen und transparente Kommunikation.

Bei Deloitte entstand aus einer persönlichen Idee ein groß angelegtes Spendenlauf-Projekt bis nach Santiago de Compostela. Dr. Jochen Fortner schilderte eindrucksvoll, wie gemeinsames Engagement Teamgeist, Identifikation und nachhaltige Beziehungen – auch über das Projekt hinaus – entstehen lässt.

Source For Alpha, Sponsor des Abends, zeigte mit der Initiative „Herzenswärme“, wie Mitarbeitenden-Engagement im Bereich Inklusion entstehen kann, wenn Arbeitgeber Rückhalt geben. Dennis Wittmer und Angelo Bonelli betonten, wie sehr soziales Engagement Netzwerk, Motivation und Außenwahrnehmung stärkt.

Fazit
„Purpose in Action“ hat eindrucksvoll gezeigt: Soziales Engagement ist kein Zusatz, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. Es stärkt Marken, verbindet Menschen, motiviert Mitarbeitende und schafft messbare Wirkung – besonders dann, wenn Unternehmen und NGOs auf Augenhöhe, vertrauensvoll und langfristig zusammenarbeiten.
Ein herzlicher Dank gilt allen Referent:innen, Partnern und Unterstützern – insbesondere Henkell Freixenet, GQS, Source4Alpha sowie den vielen Ehrenamtlichen, die diesen Abend möglich gemacht haben. Gemeinsam wurde deutlich: Purpose entfaltet seine größte Wirkung, wenn er in konkrete Taten übersetzt wird.

