Childaid Network

Nepal

Nepal ist das Ziel vieler Touristen und durch die Schönheit des Himalayas regelrecht ein Magnet für Wanderer, Bergsteiger und Mountainbiker. Wendet man jedoch den Blick von den ausgewiesenen Wanderrouten ab, zeichnet sich ein etwas anderes Bild von diesem Land.

Knapp die Hälfte lebt unterhalb der Armutsgrenze

28 Mio Einwohner
1/3 Analphabeten
Durchschnittseinkommen 18€/Monat

Das Land ist doppelt so groß wie Bayern ist und 28 Millionen Einwohner zählt. Nach offiziellen Angaben ist knapp ein Drittel der Erwachsenen Analphabeten, bei den Frauen sind es mit 44,9% fast die Hälfte. Knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, das Durchschnittseinkommen beträgt gerade einmal 18 Euro pro Monat. Das Leben ist sehr ländlich geprägt und obwohl der Trend der Urbanisierung auch in Nepal zu Spüren ist, arbeiten immer noch ⅔ der Einwohner in der Landwirtschaft und erleben somit die alltäglichen Hindernisse ländlicher Armut. Besonders junge Leute verlassen deshalb die Gebirgsregionen, um anderswo Arbeit zu finden.

Kulturell betrachtet ist der Hinduismus mit einem Anteil von 80% die am stärksten vertretene Religion. Jeder Zehnte ist Buddhist, 4% sind Muslime. Das größte Problem in Nepals Gesellschaft ist das Kastensystem, das trotz seiner offiziellen Abschaffung weiterhin Realität ist. Ergebnis ist, dass mehr als ⅔ der Bevölkerung vom brahmanischen Kastensystem nicht als gleichwertig anerkannt werden. 

Childaid Network widmet sich nicht nur Bildungsprojekten

Durch die schlechte Infrastruktur und mangelnde medizinische Versorgung leiden vor allem die Bergbewohner. Deshalb kümmert sich Childaid Network unter anderem um Gesundheitsstationen, damit auch Grundlagen wie Zähneputzen und Händewaschen zu einem Teil des Alltags werden.

Auch für eine bessere Bildung setzt sich Childaid ein. Neben einem Kinderheim für Waisenkinder finanziert Childaid auch im Bereich der Lehrerfortbildungen, Berufsbildung und Grundbildung in den Bergregionen von Bhandar und Kumdu.