Bildungssystem in der Krise

Hygiene Regeln in Nepal

Die Vereinten Nationen warnen davor, dass nach der Corona-bedingten Unterbrechung weltweit mehr als 24 Millionen Kinder, besonders Mädchen, nicht in die Schulen zurückkehren. Das beobachten wir auch in Nepal. Wir hören schon jetzt aus unseren Projektgebieten, dass die finanzielle Lage vieler Familien dazu führt, dass die Kinder zum Familieneinkommen beitragen müssen. Sie verdingen sich als Verkäufer, Erntehelfer oder werden früh verheiratet. Unser Partner SAHAS berichtet von Abbrecher-Raten von z.T. 50 %. Auch haben sich viele Kinder an die unterrichtsfreie Zeit gewöhnt und vieles verlernt. Ein Wiedereinstieg wird schwer – für viele ohne besondere Hilfe zu schwer.

Schulöffnungen mit angepassten Konzepten

Bei der Wiedereröffnung der Schulen Ende 2020 gab es keine staatliche Hilfe – es fehlte an Hygienekonzepten und Schutzausrüstung. Diese Lücken füllten unsere Partner Seto Gurans und SAHAS. In enger Zusammenarbeit mit den Schulen wurden Konzepte entwickelt und alle Schulen wurden mit Masken, Fieberthermometern und Desinfektionsmittel ausgestattet, um den Kindern ein sicheres Lernumfeld zu bieten. So konnten die Grundvoraussetzungen geschaffen werden, damit die Eltern sich wieder trauten, ihre Kinder in die Schulen zu schicken.

Mobilisierung der Dorfgemeinschaften

Mit ihrem stark auf die Aktivierung der lokalen Bevölkerung fokussiertem Ansatz hat unser Partner SAHAS im Südwesten Ramechhaps nicht nur in der Pandemiebekämpfung entscheidend einen Unterschied gemacht. Der ganzheitliche Ansatz zur Verbesserung der Schulqualität trug Früchte: 13 Schulen boten bei der Wiedereröffnung zusätzliche außerschulische Aktivitäten, starteten einen Schulgarten und richteten die Klassenzimmer neu und kindgerecht ein – in einem sicheren Lernumfeld für die Kinder.

Auswirkungen des Lockdowns

168 Mio.
Kinder waren ein Jahr vom Schulbesuch ausgeschlossen.
150 Mio.
Kinder sind zusätzlich durch Armut bedroht.
24 Mio.
Kinder kehren nicht mehr zur Schule zurück.
888 Mio.
Kinder weltweit sind in ihrer Bildung beeinträchtigt.

* (Quelle: UNICEF 24.9.20 und 3.3.21)


Kinder haben Rechte

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