Childaid Network

Childaid Network ist Hilfsprojekt von ‚Ein Herz für Kinder‘

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Dez 17

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Ein ungewöhnliches Bild: Zu sehen ist Ursula Karven, Schauspielerin, mit einer Kindergruppe und dem Stifter und ehrenamtlichen Vorstand des Königsteiner Kinderhilfswerkes Childaid Network, Dr. Martin Kasper, auf der riesigen Müllkippe von Guwahati. Mehrere Tage haben die beiden die Kinder dort begleitet, bevor das Foto entstand. Es waren tief bewegende Begegnungen. Ein Filmteam vom ZDF dokumentierte dies. Der Beitrag war am Samstag, den 9.12.2017 um 20:15 Uhr in der ZDF-Gala „Ein-Herz-für-Kinder“ zu sehen.

 

Erfahren Sie mehr:

zum Hilfsprojekt mit 'Ein Herz für Kinder'

Der „Filmstar“ Sarifa, im Bild vor Dr. Kasper, lebt mit drei jüngeren Geschwistern und ihrer Mutter in einem 8 qm kleinen Bretterverschlag mitten im Müll. Es gibt keinen Vater, der sich verantwortlich fühlt. Um zu überleben, durchsieben die Kinder die Abfallberge Tag für Tag nach Verwertbarem. Es stinkt erbärmlich, Ratten und Kühe laufen herum, viele der Kinder sind krank, hungrig und alleingelassen.

 

Die gute Nachricht: Nachmittags kommen sie zu Childaid Network ins Nachbarschaftszentrum. Dann sind sie verwandelt: Statt ernst und in dreckige Lumpen gekleidet, erscheinen sie lachend und fröhlich mit frisch gewaschenen leuchtenden T-Shirts. Sie erhalten eine warme Mahlzeit und werden medizinisch betreut. Dann lernen sie für das Leben. Bald sollen sie mit dieser Hilfe in eine reguläre Schule gehen.
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„Ein Herz für Kinder“ hat zugesagt, das Projekt von Childaid Network über zwei Jahre mit je 100.000 € zu unterstützen und in der Fernsehgala am 2. Adventssamstag vorzustellen. Mit den Geldern möchte die Stiftung Sarifa und ihre Freunde aus dem Müll holen – und das Leben möglichst vieler Straßenkinder, Flüchtlingskinder und benachteiligter Minderheiten in den Projektgebieten nachhaltig verändern.

Unser Wirken für die Straßenkinder in Guwahati


Status und Fortschrittsbericht, Dezember 2017
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Projektübersicht

Menschen aus den ländlichen Regionen in den Fußhügeln des Himalayas fliehen jährlich vor Armut, Gewalt und den Folgen des Klimawandels. In der Hoffnung auf Arbeit kommen viele nach Guwahati, der Hauptstadt Assams, der am schnellsten wachsenden Metropole der Erde. Dort stranden sie oft in den Elendsquartieren. Sie überleben nur vom Betteln oder als Tagelöhner. Besonders die Kinder und Jugendlichen leiden unter unsäglicher Armut und besuchen keine Schule.

 

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Danke für die Unterstützung von Ein Herz für Kinder 2017/2018

Unsere Vision: Kinderfreundliches Guwahati

Unser Partner Snehalaya kümmert sich um diese Kinder. Childaid Network unterstützt diese Arbeit von Anfang an. Neben der Förderung von etwa 200 Kindern in Waisenheimen gilt unser besonderer Fokus seit 2007 den Straßenkindern. In nun über 40 Nachbarschaftszentren werden die Kinder aus den Slums betreut und auf Schulbesuch und Berufsausbildung vorbereitet. Im Schulterschluss mit vielen Organisationen der Zivilgesellschaft ist es Snehalaya in den letzten 10 Jahren gelungen, die Zahl der Straßenkinder in der Millionenstadt zu halbieren.

 

Die Kinder von der Müllkippe

Eines der Zentren wurde 2016 für Kinder eingerichtet, die in und von der großen Müllhalde Guwahatis, in Boragaon, leben. Sozialarbeiter und Lehrer haben Kontakt zu den Eltern aufgebaut und bemühen sich, den Kindern ganzheitlich zu helfen. Im November 2017 besuchte die Schauspielerin Ursula Karven, begleitet von unserem Vorstand Dr. Martin Kasper und einem indischen Filmteam, die Müllkippe, um diese Arbeit zu dokumentieren. Vor Ort drehten sie einen kleinen Film, der am 9. Dezember im Rahmen der „Ein Herz für Kinder“- Spendengala im ZDF gezeigt wurde.

 

Sarifa, als Beispiel:

Der „Filmstar“ des Videos ist Sarifa (im Bild mit grünem Rock). Sie lebt mit drei jüngeren Geschwistern und ihrer Mutter in einem 8 qm kleinen Bretterverschlag am Rande des Müllbergs. Es gibt keinen Vater, der sich verantwortlich fühlt. Um zu überleben, durchsieben die Kinder die Abfallberge Tag für Tag nach Verwertbarem, nach Essen und Kleidung. Dafür erhalten sie von den Zwischenhändlern durchschnittlich weniger als einen Euro pro Tag.

 

Menschenunwürdiges Leben

Es stinkt erbärmlich. Überall versuchen Kühe, Aasgeier, streunende Hunde und Ziegen im Müll etwas Essbares zu finden und hinterlassen ihre Exkremente. Es gibt keinen Stromanschluss, keine Toiletten, und die einzige Pumpe liefert nur verseuchtes Wasser.

 

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Gefangen in Krankheit und Armut

Kein Wunder, dass viele der Kinder krank sind. Fast jeden Tag ziehen sich einige Schnittwunden zu. Wir begegnen einem Mädchen mit einem rostigen Nagel im Fuß. Hautgeschwüre bleiben unbehandelt. Dengue-Fieber und Malaria sind häufig. Ärztliche Hilfe können sich die Familien nicht leisten. Kaum eines der Kinder besucht eine Schule. So bleiben sie im Teufelskreis der Armut gefangen.

 

Zukunft für die Straßenkinder

Wir können diese Zustände nicht akzeptieren und haben deswegen schon vor 10 Jahren einen umfassenden Plan entwickelt, wie wir das Schicksal der Kinder aus den Slums wenden können. Wir arbeiten mit den Eltern und betreuen die Kinder in Nachbarschaftszentren. Sie erhalten medizinische Checkups, kostenlose Medizin, eine warme Mahlzeit. Und sie lernen dort fürs Leben, bevor sie in eine der städtischen Schulen eingeschult werden. Fast 6.000 konnten wir schon helfen.

 

Unser Projekt für die Müllkinder

Auch die Kinder in Boragaon sind verwandelt, wenn sie in ihr Nachbarschaftszentrum kommen. Statt ernst und in dreckige Lumpen gekleidet, erscheinen sie lachend und fröhlich mit frisch gewaschenen leuchtenden T-Shirts. Sie lernen neugierig und freuen sich auf den Schuleintritt. Gelingt dies, begleiten und unterstützen wir sie weiter durch Nachhilfe und sozialpädagogische Fachkräfte. Dann haben sie eine Zukunft!

 

Hilfe von ‚Ein Herz für Kinder‘

Bild hilft e.V. hat nach der Reise zugesagt, das Projekt von Childaid Network über zwei Jahre mit je 100.000 € zu unterstützen. Mit den Geldern möchte Childaid Network Sarifa und ihre Freunde aus dem Müll holen – und das Leben möglichst vieler Straßenkinder, Flüchtlingskinder und benachteiligter Minderheiten in den Projektgebieten nachhaltig verändern.

 

Ausblick: Unsere Arbeit ist noch nicht beendet

Unser Langfristplan reicht viel weiter: Wir wollen den Übeln an die Wurzeln gehen und den Kindern in den ländlichen Regionen helfen, einen ordentlichen Schulabschluss zu machen und die Voraussetzungen zu erwerben, dass sie nicht in die Stadt fliehen müssen und vor Ort ein selbstbestimmtes Leben in Würde gestalten können.

Dafür bitten wir weiter um Ihre Hilfe. Es braucht nicht viel, um das Schicksal eines Kindes zu verändern: Uns genügen 30 Euro für ein Jahresstipendium. Bitte übernehmen Sie eine Patenschaft.

 

Sehen Sie sich unseren Projektfilm und Auftritt auf der Gala an

 

Bilder und Eindrücke vom Dreh in Guwahati