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Unerschlossenes Myanmar

Erste Hoffnung auf Wandel und allmähliche Öffnung

Jahrelang galt Myanmar wegen seiner militärischen Führung als ein „No-Go-Reiseland“. Erst in den letzten Jahren hat sich Myanmar einem Wandel unterzogen: Wahlen, wirtschaftliche Öffnung, Demokratie. Seit den überwiegend fairen Wahlen von 2012 öffnet sich Myanmar wieder der Welt. Es gilt nun, die neue Regierung in ihren Reformprozessen zu unterstützen, damit endlich die seit so langer Zeit vernachlässigte Bevölkerung von den Veränderungen in Myanmar profitieren kann.

Neue Strukturen für ein gezeichnetes Land

Die Wirtschaft leidet vor allem unter strukturellen Defiziten in der Infrastruktur, sowie dem massiven Eingreifen der Regierung in Marktmechanismen. Genaue Arbeitslosenzahlen werden von der Regierung nicht ermittelt, nichts desto trotz ist deutlich, dass besonders die Landbevölkerung von Armut betroffen ist.

Das Leben in Myanmar ist seit Jahrzehnten von militärischen Konflikten zwischen ethnischen Gruppen geprägt. Armut und schlechte medizinische Versorgung bezeichnen das harte, ursprüngliche Leben der Menschen. Zudem erhält das Land wegen Sanktionen, die der Westen ihm angesichts seiner diktatorischen Führung auferlegt hat, im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten noch kaum staatliche Entwicklungshilfe.

Kaum vorhanden: Schulen und Bildung

In Myanmar gilt die allgemeine Schulpflicht, allerdings schließt nur weniger als die Hälfte aller Kinder die Grundschule im dafür vorgesehenen Alter ab. Besonders in den ländlichen Gegenden gibt es entweder keine oder nur sehr schlecht ausgestattete Schulen. Die Ausbildung in buddhistischen Klöstern gilt daher für viele Familien als Ausweg.