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Südlaos

 

Die schlechte Ausgangslage der Lebensbedingungen

Laos zählt noch immer zu einem der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Dreiviertel der Bevölkerung gelten als arm. Mehr als 30% der Kinder unter 5 Jahren sind unterernährt. Hygiene und medizinische Versorgung sind mangelhaft. Nicht einmal 60% der Einwohner haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Nur etwa die Hälfte der Einwohner hat Zugang zu adäquaten sanitären Anlagen.

Aufbruch in eine bessere Zukunft

Die laotische Regierung hat sich das ambitionierte Entwicklungsziel gesetzt, den Status als eines der ärmsten Länder der Welt bis 2020 zu überwinden. Man ist jedoch dringend auf internationale Unterstützung angewiesen. Nach dem fast völligen Zusammenbruch des Bildungswesens durch die langen Kriegsjahre und dem Abwandern vieler Fach- und Lehrkräfte ins Ausland hat die sozialistische Regierung nach 1975 mit dem langsamen Wiederaufbau des Bildungssektors begonnen.

Bildung ist der Schlüssel

Das Bildungswesen ist eines der wichtigsten Handlungsfelder des Engagements internationaler Organisationen. Durch den Aufbau von Strukturen, Wissenstransfer sowie mithilfe finanzieller Unterstützung helfen sie der Regierung, entscheidende Fundamente für die Zukunft zu legen.

Zwei Drittel der laotischen Kinder brechen vorzeitig die Grundschule ab, um zum Lebensunterhalt der Familie etwas beitragen zu können. Kinderarbeit ist noch weit verbreitet. Es ist gesetzlich erlaubt, Kinder ab 12 Jahren in Vollzeit zu beschäftigen. Die offizielle Begründung, man würde damit lediglich auf die hohe Schulabbrecherquote reagieren, verdeutlicht die besondere Relevanz eines funktionierenden Bildungssystems.