Childaid Network

News from our projects

Natürlich können wir nicht alle Probleme lösen. Aber wir haben angefangen, etwas zu tun. Und wir erleben, dass viele mitmachen. Unsere Projekterfolge beflügeln, erfahren Sie hier mehr.

 

Khliehriat, Meghalaya, Oktober 2014

Neue Hoffnung für Minenkinder – Childaid Network startet Bildungsprojekt

Wir hatten berichtet: Geschätzte 80.000 Jungen, viele jünger als zehn Jahre, arbeiten in den Steinkohleminen Meghalyas, zumeist nur mit Pickel und Eimer in den engen ‚Rattenlöchern‘. Das wollten wir ändern – und haben unverhofft mächtige Verbündete bekommen. Billige Importkohle macht die Kleinstbetriebe unwirtschaftlich, und der Nationale Umweltrat Indiens hat den Abbau wegen Verschmutzung von Flüssen untersagt. Daher ist die Kohleförderung massiv zurückgegangen. Wir hoffen, diese Veränderungen wirken sich positiv auf das Bildungsangebot aus und dienen der Wiederherstellung der Umwelt. Wir fördern dies und haben daher die ersten 16 Abendschulen in Meghalaya gestartet. So bekommen die Kinder und Jugendlichen eine Chance auf Grundbildung. 100 Euro monatlich finanzieren eine Abendschule mit ca. 40 Schülern.


Udalguri und Gologhat, Assam, August 2014

Neue Hoffnung für Adivasis – durch Familienteegärten der Armut entkommen

Die Nachfahren der Adivasi-Sklavenarbeiter, von den Briten für ihre Teegärten nach Assam verschleppt, leben immer noch unter ärmlichsten Bedingungen. Die Familien müssen mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen. So sind die Kinder häufig zur Mitarbeit gezwungen und können nicht die Schule besuchen.

Seit 2008 arbeiten wir an grundlegenden Veränderungen: Wir ermutigen Familien, kleine eigene Teegärten anzulegen. Nach erfolgreicher Kultivierung können sie ihr Familieneinkommen vervierfachen – das reicht, um die Kinder zur Schule zu schicken, den Arzt zu bezahlen und Selbstvertrauen zu bilden. Schon über 800 Familien nehmen an diesem Programm teil. Die ersten Pflanzungen sind nun ertragreich, das ermutigt andere zum Mitmachen. Jährlich statten wir 200 neue Bewerber mit Setzlingen als Mikrokredit aus und helfen ihnen damit, der Armut zu entkommen. Ca. 100 Euro sind das Startkapital für eine verwandelte Zukunft.


Udalguri und Gologhat, Assam, August 2014

Flüchtlingskinder gehen nun zur Schule

Wiederkehrende Unruhen zwischen dem Mehrheitsstamm der Bodos und einwandernden Muslimen führen immer wieder zu Gewalt zwischen den Stämmen im westlichen Assam. Dadurch sind auch viele Santhals verunsichert: Hunderte Familien sind deswegen in die Urwälder an der Grenze zu Bhutan geflüchtet. Ohne Infrastruktur kämpfen sie dort ums blanke Überleben – vom Staat sind sie vergessen.

2013 starteten wir mit einen rudimentären Schulbetrieb. Dank starker Sponsoren eröffneten wir im Sommer 2014 fünfzehn neue kleine Schulen für über 1.000 Kinder – einfache Bambushütten mit Blechdach. Die Motivation der Schüler und Eltern beeindruckte uns beim Besuch im August. 25 Euro reichen als Jahresstipendium. Es gibt noch tausende Kinder, die auf einen Paten warten.


Tilonia, Rajasthan, März 2014

Solaringenieurinnen für Assam

Das Barefoot College in Tilonia bildet Frauen, die nicht lesen und schreiben können, in sechs Monaten zu Solaringenieurinnen aus. Nach Abschluss der Ausbildung sind sie in der Lage, für Familien ohne Stromversorgung in ihren Dörfern Lampen herzustellen und zu installieren. Diese nutzen die Sonnenergie und ermöglichen den Dorfbewohnern, auch in den Abendstunden tätig zu sein. Das erfolgreiche Modell soll nun auch in Assam starten: Bunker Roy, der Gründer des Barefoot College, und Dr. Martin Kasper von Childaid Network vereinbarten eine entsprechende Kooperation.


Khliehriat, Meghalaya, März 2014

Hilfe für Kinderarbeiter

Geschätzte 80.000 Jungen, manche noch nicht einmal 10 Jahre alt, arbeiten in den Steinkohleminen Meghalayas. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern hat sich Childaid Network zum Ziel gesetzt, die Kinderarbeit dort zu beenden. Dies wird ein langer Prozess. Nach gründlicher Recherche und Vorbereitung gibt es jetzt aber erste Erfolge. Ärzte, die in den Dörfern kostenlos Diagnose und Behandlung der Kinder vornahmen, halfen uns, die Situation vor Ort intensiv zu studieren. In zwanzig Dörfern haben unsere Partner einen engen Kontakt zu den Menschen aufgebaut. Nun starten wir mit Abendschulen für die Jugendlichen, die nie zur Grundschule gehen durften.


Guwahati, Februar 2014

Berufsbildung im Slum

Tim Kanning und Wolfgang Eilmes von der F.A.Z. hatten im Oktober 2013 dokumentiert, wie hoffnungslos der Alltag junger Mädchen in den Elendsquartieren Guwahatis ist. Diese arbeiten in den Steinmühlen, als Straßenkehrerin oder Müllsammlerin. Dank der Aktion F.A.Z.-Leser-helfen gibt es jetzt erste Lichtblicke. 40 junge Damen kommen nun regelmäßig zur Schneiderlehre in die Werkstatt, 25 weitere erwerben die Grundfertigkeiten der Hotelbranche. In Zentrum Maligaon werden 13 unterschiedliche Berufe angeboten. Bis Ende 2015 wollen wir mehr als 1.500 arbeitslose junge Menschen in der Stadt qualifiziert haben, die meisten davon Frauen.


Guwahati, Assam, Oktober 2013

Netzwerke für eine kinderfreundliche Stadt

Im Beisein des Teams der Frankfurter Allgemeinen Zeitung trafen sich 80 Vertreter unterschiedlicher Organisationen, um ihre konkrete Unterstützung für das Straßenkinderhilfsprojekt zuzusagen. Der katholische Erzbischof von Guwahati, die Distriktgouverneure der Lions und Rotary Clubs, Ärzte, Professoren, Unternehmer und Vertreter der Medien versprachen, Patenschaften für einzelne Slumschulen zu übernehmen. Zusätzlich werden Gebäude, Kleidungsstücke und Nahrung sowie freiwillige Helfer bereit gestellt. „Wir werden Guwahati zu einer kinderfreundlichen Stadt machen“, betont Pater Lukose, Gründer der Kinderhilfsorganisation Snehalaya und gleichzeitig Vorsitzender des „Child-Welfare-Committee“ der Millionenstadt.


Guwahati, Assam, Juli 2013

Schulen für Slumkinder

Sie wohnen am Bahnhof neben den Gleisen unter Plastikplanen. Die Eltern bauen Straßen oder sammeln Müll und können sich nicht um die Kinder kümmern. Doch um die kümmert sich nun jemand anderer: Jeden Morgen kommen Helfer, Lehrer und Sozialarbeiter und begleiten die Kinder zu einer Schule in der Nachbarschaft. Dort erhalten sie ersten Unterricht und eine kleine Zwischenmahlzeit. Sie können spielen, singen und toben. Fünf solcher Zentren wurden von Childaid Network mit Snehalaya im Sommer eingerichtet. Bis nächstes Jahr sollen 25 weitere folgen – für tausende Kinder von der Straße.


Tezpur, Assam, Juli 2013

Bildung bremst Landflucht

In Tarajulie eröffnet Alex Paul, Projektleiter unserer Partnerorganisation AIDA, mit einem kleinen Team die 203. Community-School aus dem Programm von Childaid Network. Cirka 7.500 Jugendliche, die bisher nie zur Grundschule gehen konnten, lernen in diesen Abendklassen Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie gewinnen Selbstvertrauen und praktische Fähigkeiten, die ihnen ein selbstbestimmtes Leben im ländlichen Raum ermöglichen. Das erfolgreiche Programm hat sich nun über eine Fläche von 250.000 qkm ausgebreitet, etwa so groß wie Westdeutschland.


Guwahati, Assam, März 2013

Beglückende Entwicklung

Zum Tag der Frauen in Assams Hauptstadt Guwahati tanzen sieben ehemalige Straßenkinder vor vielen hundert offiziellen Vertretern von Stadt, Regierung und Verbänden. Die durch Mitarbeiter unserer Partnerorganisation Snehalaya von der Straße aufgelesenen traumatisierten Waisen sind in den letzten Jahren zu charakterstarken jungen Frauen gereift – und bezaubern mit meisterhaftem Tanz, Anmut und Selbstbewusstsein.


Vientiane, Laos, Februar 2013

Ausbildung und Einkommen schaffen – auch in Laos sind das Ziele von Childaid Network

Dr. Karl-Heinz Zinnecker begleitet auf einer Reise die ersten Projektaktivitäten von Childaid Network in Südlaos. 200 junge Menschen haben begonnen, die Herstellung und Verarbeitung von Qualitätsseide zu erlernen – damit sie ihren Kindern genug zum Essen geben können und sie zur Schule schicken.


Gologhat, Assam, Januar 2013

Reiche Ernte

129 Tonnen Tee haben die 700 Teebauern in den von Childaid Network gegründeten Kooperativen 2012 geerntet – eine Vervierfachung der Vorjahres-Ernte. 2013 ist durch das Wachstum der Pflanzen eine erneute Verdopplung zu erwarten. Das sind messbare Schritte aus der Armut.

Die ersten 3.000 Teepakete sind als Fair-Trade-Produkt bei Freunden von Childaid Network gelandet. Danke an alle Kunden und Helfer!


Assam, September 2012

Aus Berufsschulen werden Produktionsgenossenschaften

Nach 12 Zentren im Jahr 2011 sind 2012 schon 16 weitere kleine Ausbildungszentren gegründet worden. Was noch erfreulicher ist: Mehr als 500 junge Menschen haben 2011 die Ausbildung mit Zertifikat beendet, werden zu Partnern in der Genossenschaft und erzielen nun ein eigenes kleines Einkommen.


Shillong, Oktober 2012

Konferenz zur Situation der Kinderarbeiter in den Kohleminen

Initiiert und gefördert von Childaid Network trafen sich 30 in- und ausländische Experten, um gemeinsam Konzepte für die Bekämpfung der Kinderarbeit zu entwickeln. Nachforschungen ergaben, dass allein in den Bergen von Meghalaya mehrere zehntausend Jungen im Kohlebergbau arbeiten. Mit Pilotprojekten im Bildungsbereich wollen wir helfen und das Vertrauen der Familien und Kinder gewinnen.


Dimapur, Oktober 2012

Unser Community School Programm feiert Geburtstag

Seit fünf Jahren besuchen tausende Jugendliche unsere Abendschulen. Erstmals lernen sie Lesen, Schreiben und Rechnen. Das erfolgreiche Konzept wurde nun von neutralen Gutachtern evaluiert. Diese bescheinigten, dass mehr als 10.000 junge Menschen dadurch neben Grundfertigkeiten auch Kenntnisse in Hygiene und Landwirtschaft erworben haben. Fast 1.000 sind Führungspersonen in den Dörfern geworden. Anregungen der Evaluatoren zu Lerninhalten und Monitoring greifen wir gerne auf, um noch wirksamer helfen zu können.