Childaid Network

Kinderkrippen für Stammeskinder

Mehr als 200 kleine Stämme mit eigenen reichen Traditionen siedeln in den Fußhügeln des Himalaya. Ihre fröhlichen Menschen sind gastfreundlich und friedlich. Doch das Überleben ist mühevoll. Zumeist pflanzen die Menschen auf einem gerodeten Stück Urwald fern vom Dorf alles für den Eigenbedarf an und beackern das Feld manuell. Während die Eltern und älteren Geschwister auf den Feldern arbeiten, bleiben die kleineren Kinder auf sich alleine gestellt im Dorf häufig ohne Betreuung zurück. Diese Kinder haben vielfach keine Chance auf ein Leben in Würde, nur weil sie am falschen Ort geboren wurden. Sie leiden an vermeidbaren Krankheiten, können nicht zur Schule gehen. Später werden sie vielfach als Arbeitssklaven ausgebeutet. Dieses Neugeborene Mädchen hat nur eine Chance von 40 %, ihren 5. Geburtstag zu erleben, weil medizinische Versorgung, Kenntnisse zu Hygiene und häufig Nahrung im Dorf fehlen. Die Dorfältesten baten uns, etwas für ihre Kleinen zu tun. Wir beschlossen, dass wir gemeinsam Krippen einrichten, die die drei- bis sechsjährigen Kinder tagsüber betreuen. Die Dorfbewohner bauen die Kindergartenhütte in Gemeinschaftsarbeit aus Bambusmaterial und stellen die Naturalien für eine ausgewogene Mahlzeit am Tag. Wir bilden zwei bis drei Erzieher und Erzieherinnen aus dem Dorf aus und bezahlen ihre Gehälter. Sie betreuen die Kinder nach der Montessori-Pädagogik, verpflegen und fördern sie. So entwickeln die Kinder ihre Sinne und Talente. Sie werden regelmäßig gut ernährt. Dadurch verbessert sich die Gesundheit. Sie sind dann gut vorbereitet auf die Schule. Ein großer Erfolg.

 

Ein Recht auf Fürsorge – auch in den Bergen

In den Regen- und Nebelwäldern von Arunachal Pradesh und Manipur leben gerade einmal 17 Menschen pro Quadratkilometer. Zwei Drittel der Bewohner gehören indigenen Stämmen an, die ihre eigenen Sprachen, Riten und Religionen pflegen. Dieses isolierte Leben in den Fußhügeln des Himalayas ist beschwerlich. Da jede helfende Hand auf den Feldern gebraucht wird, bleiben die Kleinsten oft allein im Dorf zurück.


Förderung schon in den ersten Lebensjahren

Erwiesenermaßen sind es Kleinkinder, die am meisten Lernpotential haben und unglaublich viel von Förderung profitieren. Doch in Nordostindien verkümmern nicht  nur ihre Fähigkeiten – die kritische Ernährungssituation in der Region führt zu Unterernährung. Krankheiten werden nicht erkannt oder können nicht behandelt werden. So kommt es, dass dort 2 von 5 Kindern ihren fünften Geburtstag nicht  erleben.


Kinderkrippen nach der Montessori-Pädagogik

Angehörige des Wanchostammes in Arunachal Pradesh haben dieses Problem erkannt und uns um die Einrichtung von Kinderkrippen gebeten. Gemeinsam mit den Dorfgemeinschaften haben wir Kinderkrippen in Arunachal Pradesh und Manipur eingerichtet, in denen seit 2011 Kinder tagsüber nach dem Konzept der Montessori-Pädagogik betreut und geförderte werden. Sie lernen spielerisch Zahlen und das Alphabet kennen – eine optimale Vorbereitung auf die Schule. Ein warmes Mittagessen, Waschzeiten und Gesundheitschecks ergänzen die Bildungsangebote und bieten den jüngsten Stammesmitgliedern damit eine bessere Kindheit – ohne Hunger, Einsamkeit und Angst.

Projektstandorte der Kinderkrippen in Nordostindien

250 Euro
decken die Kosten einer Kinderkrippe im Monat. Übernehmen Sie jetzt eine Patenschaft.

ZAHLEN UND FAKTEN

Childaid Network unterstützte 2017:

7
Kinderkrippen

mit

200
Kindern.

Seit 2011 wurden über

3.000
Kinder gefördert.


ERFOLGSFAKTOREN

 Eigenbeteiligung der Dorfgemeinschaften

  Ganzheitliches Bildungskonzept

  Intensive Förderung der Kinder

  Betreuung und Fortbildung der Lehrer