Childaid Network

Im Himalaya – Bhandar in Nepal

Wer in Nepal gewandert ist, der kennt die malerischen Landschaften und eindrucksvollen Reisterrassen. Auch die tief verwurzelte buddhistische Kultur ist für viele Touristen ein Anziehungspunkt. Auch wenn sich manches in den letzten Jahren verbessert hat, fehlende Straßen, zu wenig Gesundheitsstationen und mangelhafte Infrastruktur behindern das Leben der Menschen. Doch trotz aller Attraktionen und trotz des Tourismus ist Nepal immer noch eines der ärmsten Länder der Erde. Auch die Schulen sind in dem bergigen Land vielfach immer noch in einem erbärmlichen Zustand. Die Mehrzahl der Kinder wird nun eingeschult, doch die schulischen Ergebnisse sind häufig unzureichend. Mangels lokaler Beschäftigung für schlecht Qualifizierte wandern die Männer in die Emirate aus. In der Provinz Bhandar fördert der Verein der Helene-Lange-Schule seit mehr als 25 Jahren die Grundbildung. 40 Schulen und 80 Lehrer haben geholfen, die ganze Provinz zu alphabetisieren. Lehrer, Schulkleidung und Schulbücher wurden seit 1988 gefördert und haben dazu beigetragen, dass in der Provinz Bhandar inzwischen die Kinder in der Regel zumindest die Grundschule bis Klasse 5 besuchen. Zu dem Programm gehören auch viele Vorschulen, ein Kinderhaus und drei Gesundheitszentren. Das Team mit Dr. Ute Nieschalk, nun auch Vorstand bei Childaid Network, und Dr. Michael Göbel vor Ort demonstriert, dass die Projekte häufig besucht und eng begleitet werden. Dieses sehr erfolgreiche Programm ist nun bei Childaid Network integriert und wir werden es im Sinne der Kinder fördern und weiter entwickeln.

 

Aufbruchstimmung in einem armen Land

Nepal zählt zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Rund 40% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosenquote ist vor allem in den Städten hoch und beträgt rund 45%.

Frieden als Chance für eine strukturschwache Region

Mit dem 2006 eingeleiteten Friedensprozess haben sich die Rahmenbedingung für Nepals Wirtschaft grundlegend verbessert. Das Investitionsklima leidet jedoch unter starken staatlichen Reglementierungen und Mängeln bei der Infrastruktur und Ausbildung.

Kinder haben schlechte Aussichten auf eine gute Zukunft

Über 5% der Kinder werden keine 5 Jahre alt, nicht zuletzt weil im Haushalt von 2007 nur 8% der Ausgaben für Bildung und Gesundheit vorgesehen waren. Die Wasser- und Stromversorgung ist in Nepal nur an wenigen Stellen gewährleistet. Außer in Kathmandu und in den anderen größeren Städten ist sie kaum vorhanden.

Trotz Schulpflicht für Kinder ab sechs Jahren liegt die Alphabetisierungsquote unter Erwachsenen 2007 offiziell bei unter 48% (Männer 66%/Frauen 40%). Gründe für die hohe Wiederholer- und Abbrecherquote sind die Arbeitsverpflichtungen der Kinder, unregelmäßiger Unterricht, Schulkosten, fehlendes Unterrichtsangebot in der Muttersprache, ethnische und Kastendiskriminierung oder schlichtweg das geringe Elterninteresse. Rund zwei Drittel der Kinder, die nicht zur Schule gehen sind Mädchen.